Krantz feiert 125 Jahre
Eine wechselvolle Geschichte charakterisiert das Unternehmen
Nicht nur die berühmten Printen hatten in Aachen ihre Geburtsstätte. In der westlichsten der deutschen Großstädte gründete Ingenieur Hermann Krantz Ende des 19. Jahrhunderts die Maschinenfabrik H. Krantz zur Herstellung von Textilmaschinen. In diesem Jahr feiert das Traditionsunternehmen sein 125-jähriges Bestehen und blickt auf eine turbulente Zeit zurück.
 Firmengründer Ing. Hermann Krantz
1882 und 1992 – diese beiden Jahreszahlen spielen in der wechselvollen Historie von Krantz eine entscheidende Rolle. Von der Firmengründung 1882 bis zum Jahr 1992 blieb das Unternehmen in Familienbesitz. Ein Jahrzehnt nach der Gründung erfolgte eine Erweiterung im Fachbereich Wärmetechnik und bis 1992 veränderten sich die Tätigkeitsbereiche fortwährend. Von der Heißwasserheizung über Klimaanlagen und Fernheizungen für Großbauten bis hin zur Luft-, Kern- und Umwelttechnik: Der Name Krantz tauchte überall da auf, wo es um Lösungen in Sachen Gebäude-, Luft- und Wärmetechnik sowie Anlagen- und Maschinenbau ging.
1992 verkaufte die Familie Krantz ihr Familienunternehmen an die deutsche Babcock – eine Entscheidung, die durch die spätere Insolvenz des Unternehmens beinahe die Existenz von Krantz bedrohte. Krantz Maschinenbau fusionierte mit Babcock-Textilmaschinenbau und der Krantz Anlagenbau mit der Turbon-Tunzini Klimatechnik GmbH (TKT). Aus der letzten Verbindung entstand die in Bergisch-Gladbach beheimatete eigenständige Gesellschaft Krantz-TKT. Zehn Jahre lang war diese Allianz erfolgreich. Höhepunkt war 1995 der größte Auftrag der Firmengeschichte: der Umbau des Athener Flughafens. Dann kam 2002 der Einschnitt. Babcock Borsig war zahlungsunfähig, wodurch die Krantz-TKT auch betroffen war. Als Retter erwies sich die M+W Zander AG, Stuttgart, die wesentliche Bestandteile der Geschäftsbereiche von Krantz übernahm. Ab diesem Zeitpunkt ging es wieder bergauf: Die Marke Krantz wurde gestärkt und hat inzwischen 32 Vertretungen weltweit. Die jüngste Änderung erfolgte im Februar dieses Jahres, als die M+W Zander Gebäudetechnik GmbH zu caverion GmbH umfirmierte und KRANTZ KOMPONENTEN als Geschäftsbereich innerhalb des Unternehmens eingliederte. KRANTZ KOMPONENTEN verfügt über sieben Vertriebsbüros in Deutschland sowie selbständige Vertretungen in Europa, USA, Mittelamerika, Asien und Australien und beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. Im Leistungsumfang enthalten sind die Entwicklung, Herstellung und der Verkauf lufttechnischer Komponenten und Systeme, wie beispielsweise Luftdurchlässe, Kühl- und Heizsysteme, Reinraum-Komponenten und -Systeme, Klima- und Lüftungsgeräte. (AS)
 Krantz-Gründungshaus mit erster Fertigung in Aachen
 Die Hauptverwaltung von Krantz Anlagenbau
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